Der Unternehmensgegenstand gehört bei der GmbH zum zwingenden Mindestinhalt eines Gesellschaftsvertrages bzw. einer Errichtungserklärung. Der Unternehmensgegenstand umfasst die Tätigkeit(en), mit der/denen versucht wird, den Zweck der Gesellschaft zu erreichen. Der Unternehmensgegenstand kann umfassen:

·           Wirtschaftlichen Bereich

·           Gesellschaftlichen Bereich

·           Wohltätigen Bereich

·           Humanitären Bereich

·           Erwerb- und Verwaltung von Beteiligungen

Zweck der Verpflichtung zur Angabe des Unternehmensgegenstands ist es, dem Firmenbuchgericht eine zumindest oberflächliche Überprüfung auf Gesetzeskonformität und interessierten Personen eine grobe Information über den Tätigkeitsbereich zu ermöglichen. Entsprechend muss der Unternehmensgegenstand soweit präzisiert sein, dass der Schwerpunkt der Tätigkeit erkennbar ist und interessierte Personen erkennen können, in welchem Geschäftszweig (zB Immobilien, Lebensmittel, IT) und in welcher Art (zB Beratung, Produktion, Handel) die Gesellschaft aktiv werden will.

Während der Unternehmensgegenstand nicht ins Firmenbuch einzutragen ist, kann im Firmenbuch der Geschäftszweig der Gesellschaft ersichtlich gemacht werden (§ 3 Z 5 FBG). Beim Geschäftszweig handelt es sich um eine fakultative Angabe der Antragsteller, die entweder durch einen Text in beliebiger Länge oder durch Bekanntgabe des (der) ÖNACE-Codes (herausgegeben von der Bundesanstalt Statistik Österreich) erfolgen kann. Wenn im Antrag auf Eintragung der Gesellschaft die Angabe des Geschäftszweiges fehlt, erlassen manche Firmenbuchgerichte einen Verbesserungsauftrag.

Eine Änderung des Unternehmensgegenstandes stellt eine Änderung des Gesellschaftsvertrages dar und setzt daher einen notariell beurkundeten und einstimmigen Gesellschafterbeschluss voraus. Die Einstimmigkeit kann gesellschaftsvertraglich auf eine ¾ Mehrheit reduziert werden. Bei einer Einschränkung des Aktionsfeldes einer Gesellschaft auf einen Teil des vertraglich zulässigen Unternehmensgegenstandes liegt keine Änderung desselben vor.

Praxistipp: Eine enge Formulierung des Unternehmensgegenstands im Gesellschaftsvertrag kann etwa dann sinnvoll sein, wenn die Gesellschafter die Kompetenzen der Geschäftsführer begrenzen wollen oder ein gewisser Schutz von Minderheitsgesellschaftern erreicht werden soll.