Unter dem Begriff „Firma“ versteht man den im Firmenbuch eingetragenen Namen eines Unternehmens. Zulässig sind Personenfirmen, Sachfirmen und Fantasiefirmen.

Wird der Name des Unternehmers oder Gesellschafters als Firma eingetragen, so handelt es sich um eine Personenfirma. Eine Sachfirma ist jede Firma, die auf den Gegenstand einer unternehmerischen Tätigkeit Bezug nimmt. Eine Firma, die weder Personenfirma noch Sachfirma ist, ist eine Fantasiefirma. Möglich sind auch Kombinationen aus Personen-, Sach-, und Fantasiefirmen.

Unaussprechliche oder sinnlose Zeichen bzw. Buchstaben-Kombinationen sind unzulässig. Die Firma muss grundsätzlich in lateinischen Buchstaben geschrieben werden.

In der Firma eines Einzelunternehmers oder einer eingetragenen Personengesellschaft darf der Name einer anderen Person als des Einzelunternehmers oder eines unbeschränkt haftenden Gesellschafters nicht aufgenommen werden.

Reine Branchen- oder Gattungsbezeichnunen ohne individualisierende Zusätze haben keine Unterscheidungskraft. In diesen Fällen muss die Firma grundsätzlich immer mit einem Namen oder einer Fantasiebezeichnung gekoppelt werden.

Zusätzlich sind zwingende Rechtsformzusätze zu verwenden. Durch den Rechtsformzusatz muss zweifelsfrei erkennbar werden, in welcher Unternehmensform der eingetragene Rechtsträger tätig ist (zB eingetragener Unternehmer oder e.U., Offene Gesellschaft oder OG, Kommanditgesellschaft oder KG, GmbH oder GesmbH, etc). Der Rechtsformzusatz muss nicht zwingend am Ende der Firma stehen.

Die Wahl der jeweiligen Firma ist dabei an folgende Voraussetzungen gebunden:

1. Kennzeichnungskraft/Namensfunktion

Die Firma muss geeignet sein, auf den Unternehmensträger hinzuweisen. Unaussprechbare oder derart allgemeine Bezeichnungen, die von vornherein keine Individualisierung zulassen, erfüllen nicht die Namensfunktion.

2. Unterscheidungskraft

Die Firma muss geeignet sein, das Unternehmen von anderen zu unterscheiden. Jede neue Firma muss sich von allen am selben Ort oder in derselben Gemeinde bereits bestehenden und im Firmenbuch eingetragenen Firmen deutlich unterscheiden.

3. Irreführungsverbot

Irreführungseignung ist anzunehmen, wenn eine Angabe bei den einschlägigen Verkehrskreisen eine unrichtige Vorstellung hervorrufen kann. Mehrdeutigkeiten gehen immer zu Lasten desjenigen, der die Firma führt. Insbesondere Bezeichnungen, die falsche Vorstellungen über den Unternehmensgegenstand hervorrufen, sind unzulässig. Dies betrifft sowohl Begriffe, die die Größe und Bedeutung, das professionelle Niveau, oder die besondere Internationalität des Unternehmens tatsachenwidrig vermitteln. Bei Verwendung bestimmter Bezeichnungen kann die Erstellung eines Firmenwortlautgutachtens durch die Wirtschaftskammer erforderlich sein.

Beispiele: Geographische Bezeichnungen („International“, „Austria“), „Institut“, „Fabrik“, etc.

Um Ähnlichkeiten mit anderen Unternehmensbezeichnungen zu vermeiden, kann die Kontaktaufnahme mit Ihrem Rechtsberater, eine Abfrage des Markenregisters (Österreichisches Patentamt), der gängigen Branchenverzeichnisse (insb das „Firmen A-Z“ der WKO) oder eine Internetrecherche hilfreich sein.